Kombination
aus Einzel- und
Gruppentherapie.

Bei der Kombinationsbehandlung handelt es sich um eine Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie, wobei der Behandlungsschwerpunkt auf der Gruppentherapie liegt.

Die Kombinationsbehandlung ist eine wissenschaftlich anerkannte Therapieform, die nachweislich wirksam ist und teilweise sogar bessere Therapieergebnisse hervorbringt, in Abhängigkeit vom Erkrankungsbild (z.B. bei sozialen Ängsten/ Phobien), als eine ausschließliche Einzeltherapie.

Gruppen- und Einzelbehandlung

Einmal wöchentlich findet eine Gruppentherapiesitzung statt, die 100 Minuten dauert. Eine Therapiegruppe besteht aus maximal 7 PatientInnen. Zusätzlich zu den wöchentlichen Gruppensitzungen haben Sie die Möglichkeit, in der Regel einmal pro Monat, ein Einzelgespräch wahrzunehmen. Ausnahmen können entstehen bei akuten Krisen oder anderen Umständen, die eine höhere Sitzungsfrequenz erforderlich machen. 

In den Einzelgesprächen können Themen besprochen werden, die Sie entweder ungern in der Gruppentherapie ansprechen möchten, oder Themen, die Sie gerne in die Gruppe einbringen möchten und die wir in den Einzelsitzungen vorbereiten. Auch können Themen aus dem Gruppengeschehen und der Gruppendynamik aufgegriffen und vertieft werden.

FAQ: Gruppentherapie

Zusammensetzung der Gruppe

Die Gruppen sind störungsübergreifend zusammengesetzt, das heisst es befinden sich PatientInnen mit unterschiedlichen Erkrankungsbildern in einer Gruppe. Aufgrund der Heterogenität der Gruppe können sehr vielfältige Themen und Probleme besprochen und behandelt werden, die für viele PatientInnen eine Bedeutsamkeit haben kann, z.B.: geringer Selbstwert, Umgang mit Konflikten, Abgrenzungsschwierigkeiten etc. 

Ihre Mitarbeit

Für einen günstigen Therapieverlauf sind Sie selbst (mit-)verantwortlich, d.h. in welchem Ausmaß Sie sich in die Gruppe einbringen und dadurch von den Sitzungen profitieren. Die Sitzungen beginnen jeweils mit einer Eingangsrunde, in der Sie berichten, wie es Ihnen geht, ob es Wichtiges für die Gruppe aus der letzten Woche gibt und ob Sie ein Thema in die heutige Sitzung einbringen möchten. Die Sitzung endet jeweils mit einer Abschlussrunde, in der Sie reflektieren, was für Sie heute ggf. neu, bedeutsam oder hilfreich war und was Sie aus der Sitzung für sich mitnehmen. Auf diese Weise ist jede Person aus der Gruppe mindestens zweimal pro Gruppensitzung für alle hörbar und erlebbar geworden.

Voraussetzungen

Vor jeder Aufnahme in die Kombinationsbehandlung finden mindestens zwei Sprechstundengespräche statt, in der wir Ihre Anliegen klären und prüfen, ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt, die sich im Rahmen der Gruppenbehandlung therapieren lässt. Ausschlusskriterien für eine Kombinationsbehandlung wären z.B. eine akute Psychose, eine nicht abstinente Suchterkrankung, akute Suizidalität oder eine nicht ausreichende Gruppenfähigkeit einer Person.

Schweigepflicht

Wichtig für die Teilnahme an einer Gruppentherapie ist, dass Sie vorab eine Verschwiegenheitserklärung unterschreiben, in der Sie sich verpflichten über alle Vorgänge und (Gesprächs-)Inhalte stillschweigen gegenüber Dritten zu bewahren, auch über Ihre Teilnahme an der Gruppe hinaus. Diese Erklärung stellt die wichtigste Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit während der Gruppenbehandlung dar, da sie ermöglicht, sich in einem geschützten Rahmen, anderen gegenüber zu öffnen.